B. Zigann - Honorarberatungen im Finanzbereich
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Gesellschafter oder Kunde? Der entscheidende Unterscheid

Jeder hat sicherlich schon einmal vom Geldkreislauf gehört. Doch davon zu hören und dementsprechend zu handeln, also Entscheidungen zu treffen, sind zweierlei Paar Schuhe.
Wir wollen Ihnen nicht nur die Augen öffnen, sondern Sie zu Entscheidungen motivieren, die Sie auf Grundlage von Fakten und nicht falschen, landläufigen Meinungen treffen. Ja, wir wollen Sie von den Manipulationen der Institute, des Staates und der Medien befreien.

Geldkreislauf

Verdeutlichen wir uns doch einmal, wie der Kreislauf des Geldes aussieht: Der Kunde bringt sein Geld zu einer Bank. Als Gegenleistung erhält er hierfür einen recht geringen Zins in Höhe von beispielsweise vier Prozent. Was macht die Bank wiederum mit dem Kapital des Kunden? Ein Geschäft macht sie erst dann, wenn sie für das Geld des Kunden mehr als vier Prozent erwirtschaften kann. Und wo kann sie das? Sie investiert es in der Wirtschaft. Hier erzielt sie selbst Gewinne in Höhe von neun Prozent und mehr, von denen sie dann wiederum an ihre Kunden die vier Prozent abgibt. Die Bank macht damit Gewinne durch fremdes Kapital.

Wie investiert der Kunde und wie die Bank – worin besteht der Unterschied?

Der große Unterschied besteht in der Art und Weise der Investition. So investieren die Institute in der produktiven Wirtschaft, sie beteiligen sich an Unternehmen. Der Verbraucher wird allerdings Kunde bei Instituten. Kein Institut investiert in eigene Produktangebote.



Wären diese so gut, wie sie Bankmitarbeiter ihren Kunden anpreisen, müssten sie doch selbst dort investiert sein – oder? Sind sie aber nicht. Vater Staat beispielsweise predigt seinen Bürgern Riester- und Rürup-Renten und festverzinsliche Anlagen, er fördert sogar durch Steuersubventionen drittklassige Produkte wie Bausparen (durch Wohnungsbauprämie) oder Vermögenswirksame Leistungen (Arbeitnehmersparzulage). Er selbst jedoch ist investiert in diversen DAX-Unternehmen und erhält von den Gewinnausschüttungen (Dividenden) aller DAX-Unternehmen über 25%. Das zeigt, dass sowohl die Banken als auch der Staat einen Unterschied machen zwischen dem, was sie dem Verbraucher empfehlen, und dem, was sie selbst für sich in Anspruch nehmen. Die Verantwortlichen predigen also Wasser, trinken aber selber Wein. Wie glaubwürdig ist das? Was sollte man davon halten?

Wie wirkt sich das auf die Erträge für den Kunden / die Bank aus?

Man muss sich hierzu nur einmal betrachten, welcher Unterschied sich beim Ertrag durch diese unterschiedliche Investition ergibt:
Eine Deutsche Bank verkündet bereits Anfang 2010 für das zurückliegende Kalenderjahr eine Eigenkapitalrendite in Höhe von über 20%. Ein Gewinn in Milliardenhöhe trotz Finanzkrise! Wer profitiert hiervon? Richtig, die Beteiligten an der Gesellschaft, also die Aktionäre.
Und was hat der Kunde davon, der sein Geld direkt bei der Deutschen Bank investiert hat – also z. B. Sparbriefe der Deutschen Bank anstelle von Aktien besitzt?
Nichts – er wurde einmal mehr mit lächerlichsten Renditen unterhalb 4 Prozent abgespeist.
Auch die ­Erträge des großen Finanzdienstleisters und Lebensversicherungsverkäufers Allianz sind beeindruckend: Das Unternehmen erwirtschaftet zweistellige Eigenkapitalrenditen, wovon die Aktionäre profitieren.
Die Lebensversicherungskunden der Allianz hingegen haben für das Jahr 2009 laut „Versicherungsjournal“ gerade mal eine Rendite von 4,3% erhalten (der Ertragsdurchschnitt aller Anbieter liegt sogar noch darunter: 4,22%).

Nochmals der Unterschied zur Verdeutlichung: Aktionäre sind am Ertrag des Unternehmens anteilig beteiligt – eine Aktie ist nichts anderes als eine kleine Unternehmensbeteiligung. Wer hingegen Bank- oder Lebensversicherungsprodukte erwirbt, ist nicht unmittelbar am Ertrag beteiligt, sondern erhält festgesetzte Zinserträge, die vom Unternehmenserfolg praktisch immer erheblich abweichen.

Am deutlichsten wird der Unterschied bei einer Lebensversicherung: Wer eine Police mehrere Dekaden lang bespart, erhält – zumindest heute noch – einen Überschuss aus dem Ertrag der Lebensversicherung zum Ende der Laufzeit ausgezahlt.
Dieser Überschuss ist – auch nach Jahrzehnten des Sparens – weder garantiert noch sicher. Auch seine Höhe ist völlig unbekannt.
Wer seine Police vor Ende der Laufzeit kündigt, erhält häufig weniger ausbezahlt, als er einbezahlt hatte oder erwirtschaftet nur eine sehr geringe Rendite. Und was glauben Sie wohl, wer von vorzeitig gekündigten Policen profitiert? In erster Linie die Versicherungsgesellschaft und ihre Aktionäre selbst – nicht aber der Lebensversicherungskunde.

Noch besser…

Wie charakterlos diese Gesellschaften mit dem Geld der Kunden Profit erwirtschaften und das noch völlig legal, zeigt folgendes Beispiel:
Die Banken holen sich derzeit Fremdkapital bei der Zentralbank so günstig wie noch nie – nämlich für unter ein Prozent.
Doch welchen Zinssatz fordern diese Banken zeitgleich von ihren Kunden, die einen Kleinkredit oder einen Dispokreditrahmen in Anspruch nehmen müssen? Sie fordern immer noch Zinsen im zweistelligen Bereich. Das ist Gier, das ist Wucher, das ist Wahnsinn – und Vater Staat schaut tatenlos zu.

Noch unverschämter wird die Rechnung dann, wenn man sich verdeutlicht, dass die Bank eigentlich gar kein Eigenkapital benötigt.
Denn Kunde A legt sein Geld auf seinem Sparbuch an und erhält hierfür magere zwei Prozent Guthabenszinsen.
Kunde B benötigt einen Dispo und zahlt an die Bank einen Zinssatz von 12%.

Der Laie versucht den Gewinn der Bank zu berechnen und errechnet 10% - nämlich die Differenz von 12% zu zwei Prozent.

Doch weit gefehlt. Denn für den Einsatz von 2% erwirtschaftet die Bank 12%, also das Sechsfache und das sind 600%.

Und auch diese 600% sind völlig legal, vom Staat geduldet, als legaler Wucher.
Damit nicht genug:
Der Mathematiker weiß, dass auch diese Renditeberechnung noch nicht stimmig ist, denn die Bank setzt ja überhaupt kein Eigenkapital ein.

Hier wird mit fremdem Geld Gewinn gemacht – quasi durch einen Geldhandel. In diesem Fall lässt sich die Rendite gar nicht ermessen.

Doch 600% sind aussagekräftig und machen deutlich, was hier geschieht.
Und auch an solchen Geschäften profitieren nur die Beteiligten der Bank, niemals der Kunde, der brav sein Geld anlegt.

Deshalb der Aufruf: Investieren Sie WIE die Bank – nicht BEI der Bank. Werden Sie Beteiligter, werden Sie vom Kunden zum Gesellschafter, denn nur ein solcher hat Mitbestimmungsrechte, Kontrollrechte, eine echte Gewinnbeteiligung und die Chance, Großes zu erwirtschaften.
Die Kunden waren, sind und bleiben immer die Dummen! Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.